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medica Medizintechnik GmbH
Blumenweg 8
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Germany
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Literatur / Fachbegriffe

 

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A

Akinese
Bewegungsarmut, Bewegungsverlangsamung, Bewegungsunfähigkeit bei fehlendem Antrieb (z.B. bei Parkinson Patienten).

 

Apallisches Syndrom
(= Synonym zu Wachkoma und Lucid Stupor)
Das Apallische Syndrom ist ein Krankheitsbild in der Neurologie, das durch schwerste Schädigung des Gehirns hervorgerufen wird. Dabei kommt es zu einem funktionellen Ausfall der gesamten Großhirnfunktion oder größerer Teile, während Funktionen von Zwischenhirn, Hirnstamm und Rückenmark erhalten bleiben. Dadurch wirken die Betroffenen wach, haben aber aller Wahrscheinlichkeit nach kein Bewusstsein und nur sehr begrenzte Möglichkeiten der Kommunikation (z. B. durch Konzepte wie die Basale Stimulation) mit ihrer Umwelt.
In Deutschland wird von wenigstens 10.000 Betroffenen ausgegangen. 

Apoplex
Schlaganfall.
Ein Schlaganfall ist Folge einer plötzlichen Durchblutungsstörung des Gehirns. Die Nervenzellen im Gehirn erhalten zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe, so dass sie zugrunde gehen. Körperfunktionen, die von diesen Nervenzellen gesteuert werden, verlieren ihre Funktion.
Über 200.000 Menschen erleiden nach Angaben der Deutschen Schlaganfallhilfe jährlich zum ersten Mal in ihrem Leben einen Schlaganfall.

Arthrose
Schmerzhafte Gelenkerkrankungen.

Ataxie
(= Unordnung im Bewegungsablauf) Störung des geordneten Zusammenwirkens der Muskeln, wodurch das Zustandekommen einer zielgerichteten Bewegung gestört oder aufgehoben ist. Anderer Ausdruck für Koordinationsstörung.
Gangataxie
Breitbeiniger, schwankender, unsicherer Gang (wie betrunken), Fehlen des für das Gehen notwendigen geordneten Zusammenspiels der betreffenden Muskeln und Muskelgruppen.
Standataxie
Unfähig, ohne Hilfe sicher zu stehen. Folgen: Schwanken, Fallneigung nach einer oder mehreren Richtungen, Umfallen.

Atrophie
Volumenminderung eines Organs (z.B. des Muskels) durch Schwund seiner funktionstragenden Zellen (Muskelfasern, Muskelsubstanz) z.B. durch Schädigung der den Muskel versorgenden motorischen Nerven oder aufgrund von Inaktivität (=Inaktivitätsatrophie) z.B. durch langes Liegen.

B

Bewegung
in Bewegung setzen
Veränderung einer Position, eines Ortes, einer Situation von Objekten und Subjekten

Biofeedback
Biorückmeldung - Veränderungen von Zustandsgrößen biologischer Vorgänge
Können mit technischen (elektronischen) Hilfsmitteln beobachtet werden und somit dem eigenen Bewusstsein wahrnehmbar gemacht werden.

C

Cerebral
Das Gehirn betreffend.

D

Dekubitus
Als einen Dekubitus bezeichnet man einen Bereich der lokalen Schädigung der Haut und des darunterliegenden Gewebes. Die Dekubitalgeschwüre können „Pflegefehler" sein und werden deshalb auch als Gradmesser der Pflegequalität gewertet.

Dystrophie
Muskelschwund, dessen Ursache auf Erkrankung des Muskels selbst beruht (keine Störung des zentralen Nervensystems).

E

Ergotherapie
Zusammenfassende Bezeichnung für Arbeitstherapie und Beschäftigungstherapie, Schulung von Fertigkeiten des täglichen Lebens.

Extremitäten
Gliedmaßen, Arme und Beine.

H

Hemiparese
Leichte, halbseitige Lähmung, unvollständige Lähmung einer Körperhälfte , wie z.B. nach Schlaganfall oder Schädelverletzung.

Hemiplegie
Lähmung einer vollständigen Köperhälfte, fast immer durch Herderkrankungen oder Verletzungen im Gehirn bedingt (Schlaganfall, Schädel-Hirn-Verletzung).

Hemispastik
Halbseitige Spastik.

Hypertonie (muskuläre)
Spannungszunahme der Muskelspannung (zu hoher Tonus), auch Bezeichnung für Bluthochdruck (auch arterielle Hypertonie = Bluthochdruck).

Hypotonie
Muskelerschlaffung mit Kontraktionsbehinderung oder –unfähigkeit (kein Tonus vorhanden).

I

Indikation
Der medizinische Begriff Indikation (Syn. Heilanzeige) leitet sich vom lateinischen Wort "indicare" (anzeigen) ab. Er steht grundsätzlich dafür, ob bei einem bestimmten Krankheitsbild der Einsatz einer bestimmten medizinischen Maßnahme angebracht ist.

Inkontinenz
Unvermögen den Harn oder Stuhlgang zurückzuhalten.

K

Kontrakturen
Versteifung eines Gelenks, durch Narbenbildung oder angeborene Bewegungseinschränkung eines Gelenks, die bis zur völligen Versteifung führen kann.

Koordination
Geordnetes Zusammenspiel von Muskeln und Muskelgruppen zwecks Zustandekommen einer zielgerechten Bewegung, einschließlich Gehen und Stehen.

L

Lymphödeme
Durch Behinderung des Lymphabflusses verursachtes Ödem (Schwellung). Wasserablagerung.

M

Mobilisation, mobilisieren
Maßnahmen zur Verbesserung der Beweglichkeit, z.B. Gelenke, Muskeln durch krankengymnastische Behandlung oder Operation.

Motorik
Gesamtheit der willkürlichen gesteuerten Bewegungsvorgänge.

Motorisch
Die Bewegung betreffend.

Multiple Sklerose (MS)
Die Multiple Sklerose ist in Mitteleuropa die häufigste chronisch-entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems. Frauen sind ungefähr doppelt so häufig betroffen wie Männer. Nach aktuellen Schätzungen liegt die Krankheitshäufigkeit (Prävalenz) in Deutschland bei 149 Erkrankten pro 100.000 Einwohnern, woraus sich eine Gesamtzahl von etwa 122.000 Erkrankten ergäbe. Andere Schätzungen gehen von 67.000 bis 138.000 erkrankten Patienten aus. Weltweit sind etwa 2,5 Millionen Menschen an der MS erkrankt.
Multiple: Zahlreich, verstreut, vielfach, an den verschiedensten Orten des zentralen Nervensystems sich entwickelnde Herde. Diese können sich im Anfangsstadium ihrer Entstehung zurückbilden (=Remission).
Sklerose: Verhärtung der ursprünglich entzündungsartigen Herde durch Bildung von Narbengewebe (Glia). Sklerotische Herde, von verschiedener Größe, nicht rückwandelbar in funktionsfähiges Nervengewebe..

N

Nervensystem
Gesamtheit der nervösen Strukturen, Gehirn, Rückenmark als Zentralnervensystem, Nervenwurzeln, Nervengeflechte, Nervenstränge als peripheres Nervensystem, Sympathikus, Parasympathikus als vegetatives (autonomes) Nervensystem.

Neural
Die Nerven betreffend.

Neurogen
Von Nerven oder Nervensystem ausgehend.

Neurologie
Lehre von Diagnostik und Behandlung von Gehirn-, Nerven- und Rückenmarkserkrankungen.

Neuron
"Nerveneinheit". Die Nervenzellen mit ihren zugehörigen Fortsätzen als morphologisch funktionelle Einheit.

Neurotransmitter
sogenannte Botenstoffe, die Nachrichten - als Impulse - von einer zur anderen Nervenzelle weiterleiten.

Neuro-vaskulär
Die Blutgefäße des Nervensystems betreffend.

O

Ödem
Das Ödem oder die „Wassersucht" ist eine Schwellung des Gewebes aufgrund einer Einlagerung von Flüssigkeit aus dem Gefäßsystem. Ist das Gleichgewicht zwischen Filtration einerseits und Resorption sowie Lymphabfluss andererseits zugunsten der Filtration verschoben, so bleibt vermehrt Flüssigkeit im Gewebe. Die Folge ist eine Wasseransammlung im Interstitium: ein Ödem.

Osteoporose
Übermäßiger Abbau der Knochensubstanz und -struktur und erhöhter Frakturanfälligkeit, der das ganze Skelett betrifft. Die Krankheit ist daher auch als Knochenschwund bekannt.

P

Paraparese
Unvollständige (inkomplette) Lähmung der Muskulatur beider Arme oder Beine

Paraplegie
Vollständige Lähmung zweier symmetrischen Extremitäten.

Paraspastik
Spastische Lähmung beider Beine.

Parese
Schwache, leicht unvollständige Lähmung, Teillähmung.

Plegie
Vollständige Lähmung.

Poliomyelitis
Kinderlähmung (anderer Fachbegriff für Polio).

Prophylaxe
Vorsorge zur Verhütung von Krankheiten.

R

Rehabilitation
Gezielte therapeutische Maßnahmen (Krankengymnastik, Sprach-, Arbeits- und Beschäftigungstherapie) zur Wiederherstellung der geistigen und körperlichen Funktionen.

Rekonvaleszenz
Genesungszeitraum nach abgeklungener Erkrankung. Rekonvaleszent: Genesender.

Repetitiv
Wiederholen.

Rigor
(Rigidität) Vermehrung des Tonus der Muskulatur, mit aufeinanderfolgenden ruckartigen Bewegungen (Zahnradphänomen) während des gesamten Bewegungsablaufs (bei Parkinson).

S

Schädel-Hirn-Trauma
Verletzung von Kopfschwarte, knöchernem Schädel und Gehirn durch Einwirkung äußerer Gewalt, meist mit schweren Komplikationen verbunden.

schlaffe Lähmung
Betrifft die Muskulatur, Muskeltonus herabgesetzt oder aufgehoben, Lähmung oder Teillähmung.

Schlaganfall (Apoplex)
Ein Schlaganfall ist Folge einer plötzlichen Durchblutungsstörung des Gehirns. Die Nervenzellen im Gehirn erhalten zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe, so dass sie zugrunde gehen. Körperfunktionen, die von diesen Nervenzellen gesteuert werden, verlieren ihre Funktion.
Über 200.000 Menschen erleiden nach Angaben der Deutschen Schlaganfallhilfe jährlich zum ersten Mal in ihrem Leben einen Schlaganfall.

Skoliose
Rückgratverkrümmung; seitliche Verbiegung der Wirbelsäule.

Spastik
Verkrampfung oder Starre von Muskeln, krankhafte Erhöhung des Muskeltonus, als federnder, mit der Geschwindigkeit passiver und aktiver Bewegungen zunehmender Muskelwiderstand, z.B. Beine in Streckhaltung, können nicht in den einzelnen Gelenken gebeugt werden.

spastische Lähmung
Unfreiwillige Muskelkontraktionen, die zu Spasmen und Steifheit oder Starre führen. Bei Multipler Sklerose sind hauptsächlich die unteren Extremitäten von spastischer Lähmung betroffen.

Spinal
Zur Wirbelsäule zum Rückenmark gehörend.

Symmetrie
Leitet sich vom altgriechischen "symmetria" her und bedeutet "Ebenmaß". D. h. eine welchselseitige Entsprechung von Teilen eines Ganzen.

T

Tetraparese
Unvollständige Lähmung von Armen und Beinen (Tetra = 4, deshalb alle vier Gliedmaßen betroffen).

Tetraplegie
Lähmung beider Arme und Beine.

Tetraspastik
Erhöhung der Muskelspannung in allen vier Extremitäten.

Tonus
Durch Nervenfluss ständig erzeugter, schwacher Spannungszustand der Muskulatur. Hypertonus (= erhöhter Muskeltonus) und Hypotonus (= verminderter Muskeltonus - schlaffe Lähmung)

Tremor
Zittern. Bezeichnet eine natürlicher Weise auftretende (physiologischer Tremor) oder auch krankhaft beeinflusste Bewegung mit unwillkürlichen, streng rhythmischen und sich wiederholenden Kontraktionen antagonistischer Muskelgruppen.

V

Variabilität
Veränderlichkeit oder Wandelbarkeit

W

Wachkoma
(= Synonym zu Apallischem Syndrom und Lucid Stupor)
Das Apallische Syndrom ist ein Krankheitsbild in der Neurologie, das durch schwerste Schädigung des Gehirns hervorgerufen wird. Dabei kommt es zu einem funktionellen Ausfall der gesamten Großhirnfunktion oder größerer Teile, während Funktionen von Zwischenhirn, Hirnstamm und Rückenmark erhalten bleiben. Dadurch wirken die Betroffenen wach, haben aber aller Wahrscheinlichkeit nach kein Bewusstsein und nur sehr begrenzte Möglichkeiten der Kommunikation (z. B. durch Konzepte wie die Basale Stimulation) mit ihrer Umwelt.
In Deutschland wird von wenigstens 10.000 Betroffenen ausgegangen.

Z

Zentralnervensystem (ZNS)
Wird von Gehirn und Rückenmark gebildet.